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Leitbild

Grundsätze

 Das Recht eines jeden jungen Menschen auf „Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit“ ist die Grundlage der Arbeit des „AfJ e.V. – Kinder- und Jugendhilfe Bremen“. Die Verwirklichung dieses Rechtes umfasst gleichermaßen die Beratung und Unterstützung der Familien, Eltern und möglichen anderen Erziehungsberechtigten.
 
Wir wollen den jungen Menschen bei der selbstständigen Lebensgestaltung beistehen und sie ermutigen, an Kultur und Politik zu partizipieren. Wir wollen sie in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung fördern, helfen ihre Bildungschancen zu erhöhen und dazu beitragen, Benachteiligungen zu vermeiden oder abzubauen.
 
Der AfJ e.V. bekennt sich zu demokratischen Strukturen und einem humanistischen Menschen­bild, das geprägt ist von Wertschätzung, Toleranz und Offenheit. Der Verein ist parteipolitisch und konfessionell unabhängig.
 
Wir sehen es als unsere Aufgabe an, die Hilfsansprüche und Interessen von Kindern und Jugendlichen in Politik und Gesellschaft zu vertreten. Öffentlichkeit und Fachöffentlichkeit sollen gezielt über besondere Problemlagen von Kindern und Jugendlichen informiert werden. Der Verein will dazu beitragen, positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien sowie eine kinder- und familienfreundliche Umwelt zu erhalten oder zu schaffen. Angestrebt ist die Integration sozial benachteiligter junger Menschen in die Gesellschaft und das friedliche Zusam­menleben von (jungen) Menschen unterschiedlicher Nationali­täten, Kulturen und Glaubens­bekenntnissen.
 
Gesellschaftliche Veränderungen, die Notwendigkeiten neuer Hilfen und unser professionelles Selbstverständnis verpflichtet uns zu einer kontinuierlichen und innovativen Weiterent­wicklung unserer Hilfs- und Förderangebote, um ein bedarfsgerechtes und differenziertes Ange­bot in den Bereichen „Hilfe zur Erziehung“ und „Jugendförderung“ bereitzustellen.
 
Die Angebote und Projekte des AfJ e.V. verbindet das gemeinsame Ziel, Kinder und Jugendliche, die physischer Gewalt, starker Vernachlässigung oder aus­geprägten psychi­schen Notlagen ausgesetzt sind und deren Rechte auf viel­fältige Weise grob missachtet werden, in Krisen zu stützen und bei der Ent­fal­tung ihrer Stärken zu fördern.
 
 
Aufgaben und Ziele
 
Wir arbeiten in Bremen vor dem Hintergrund defizitärer kommunaler Finanzen und einer sehr angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen vieler Menschen sind zunehmend unsicher, soziale Leistungen werden abgebaut, Armut nimmt zu. Für viele sozial benachteiligte Menschen ist der Zugang zu Bildung, einem Arbeitsplatz und angemessenem Wohnraum nicht mehr ge­sichert.
 
Mit unseren vielfältigen Beratungs-, Betreuungs-, Wohn- und Freizeit­ange­boten versuchen wir die Kinder, Jugendlichen und Familien zu stabilisieren und sie zu befähigen Krisen zu überwinden und selbstständig und eigenverantwortlich zu leben.
 
Diese Prozesse unterstützen die MitarbeiterInnen aller Einrichtungen des AfJ e.V. durch gezielte pädagogische Angebote, die sich an dem Bedarf, der Biografie und den Mög­lichkeiten und den Grenzen der jungen Menschen orientieren. Wir schaffen Lernfelder, die die Integration von korrigierenden Beziehungserfahrungen in die Persönlichkeit und das innere Wachstum des jungen Menschen fördern. Für diese Entwicklung und Neuorien­tierung stellt der AfJ e.V. Räume zur Verfügung: Erfahrungsräume für soziales Lernen; sichere Räume für Phasen des Rückzugs; Spielräume, um sich und die Umwelt kennen zu lernen; Handlungsräume für das Ausprobieren von Kompetenzen.
 
Der Bereich „Hilfe zur Erziehung“ des AfJ e.V. bietet Jugendlichen differen­zierte Hilfean­gebote mit abgestuften Betreuungsintensitäten: in den Familien, ambulant in der eigenen oder trägereigenen Wohnung, stationär in betreuten Appartements und Jugendwohnge­meinschaften. Die Projekte koope­rieren ent­sprechend ihrer Konzeptionen mit Stadtteil­angeboten, Bildungs- und Sozialeinrichtungen, Beratungsstellen, Ärzten und Therapeuten.
 
Der Bereich „Jugendförderung“ des AfJ e.V. bietet Kindern und Jugend­lichen verschiedene sozialraumorientierte, integrative Angebote mit denen soziales Verhalten gestärkt, Freizeit kreativ gestaltet und eigenständiges Verhalten gefördert werden soll. Alle Einrichtungen und Projekte kooperieren mit politi­schen Gremien und den Bildungs- und Sozialeinrichtungen der Stadtteile. Alle Angebote verstehen sich als Kulturen und Nationalitäten übergreifend.
 
Der Träger gestaltet den Arbeitsrahmen so, dass Qualität und Professionalität gewährleistet sind und der Standard der erbrachten Leistungen durch Fortbildung, Supervision und Fachaustausch gesichert wird.
 
 
Organisations- und Führungsgrundsätze
 
Unsere Betriebskultur ist geprägt von dem Verständnis an gemeinsamen Zielen zu arbeiten. Die Leitung geht offen und tolerant mit den Vorstellungen und Ideen der MitarbeiterInnen um und bringt sie mit den betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten in Einklang.
 
Die MitarbeiterInnen werden an der Weiterentwicklung der Arbeitsfelder beteiligt.
 
Die MitarbeiterInnen entscheiden in ihren Arbeitsbereichen im Rahmen gemeinsam erar­beiteter Qualitätsstandards und Rahmenrichtlinien. Kontrolliert und überprüft wird die Ein­haltung dieser Standards von der pädagogischen Leitung und dem hauptamtlichen Vor­stand.
 
Personaleinstellungen erfolgen unter geregelter Teilnahme der MitarbeiterInnen der ent­sprechenden Einrichtungen. Umsetzungen, Versetzungen und Kündigungen erfolgen unter unmittelbarer Mitwirkung der Betriebsverfassungsorgane. Mindestens einmal im Jahr und vor Ablauf von Probezeiten werden mit den MitarbeiterInnen Reflexionsgespräche geführt.
Wir gewährleisten einen stetigen Informationsfluss innerhalb des Vereins. Dienstbesprechun­gen und regelmäßige Projektbesprechungen sind dazu notwendige Arbeitsmittel.
 
Die Leitung des AfJ fördert gezielt die fachliche Weiterbildung der MitarbeiterInnen, indem sie die nötigen zeitlichen und finanziellen Ressourcen zu Verfügung stellt.
 
 
Kooperation

Zur Umsetzung unserer Zielvorstellungen arbeiten wir mit dem AfSD und allen anderen relevanten öffentlichen und freien Trägern zusammen. In arbeitsfeld- und trägerübergrei­fender Kooperation beteiligen wir uns an der Jugendhilfeplanung im Stadtteil, dem Aufbau von Netzwerken und fördern den fachlichen Austausch.
 
Innerhalb des AfJ e.V. arbeiten wir projektübergreifend, um die Erfahrungs- und Entwick­lungsräume der Jugendlichen zu erweitern.
 
Wir sind offen für gleichberechtigte Kooperationen mit PartnerInnen und Kon­kurrentInnen. Informationsaustausch und konstruktive Auseinander­setzungen sind dabei ebenso wichtig wie Abstimmung von Hilfeleistungen und Angeboten für junge Menschen.
 
 

Weiterentwicklung

 Der Verein hinterlegt Verfahrensbeschreibungen als notwendige Konkretisie­rung des Leit­bildes. Die Weiterentwicklung des Leitbildes wird im Rahmen von Fachtagungen als kontinuierlicher Prozess fortgesetzt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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